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Hallo!

Ich möchte euch heute einen kurzen Reisebericht zu meinem ersten Overnighter im Marco Polo im Winter geben, das Datum war geplant, das Ziel unbekannt.

Ein neuer Tag ist eine tolle Gelegenheit,
alte Pfade zu verlassen
und neue Abenteuer zu beginnen.

Tag 1 – Auf der A5 bis an die Schweiz

Am Sonntag den 10.01.2021 sollte also losgehen, ich habe gegen 11 Uhr meine Sachen gepackt inkl. Schlafsack und wärmender Merino Decke.

Verpflegung habe ich natürlich auch mit eingepackt, in den Zeiten von Lockdown und Corona hatte ich vor, wenn möglich keinem zu nahe zu kommen und mich auf das Tanken zu beschränken.

Da ich mir vorab keine Gedanken gemacht habe wo es hingeht, bin ich Richtung Frankfurt auf der A5 gefahren, das lief so gut das ich weiter auf der Piste geblieben bin (völlig ungewohnt auf dieser viel befahrenen Strecke…), auch hinter Darmstadt, Karlsruhe lief es so entspannt, mit Tempomat auf 130km/h eingestellt, das ich weiter auf der A5 geblieben bin.

In Freiburg dachte ich das erste mal ob ich rausfahren soll? Den Gedanken habe ich dann überworfen und bin der A5 gefolgt – bis an die Grenze zur Schweiz, dort wäre ich dann auch weiter gefahren, aber aufgrund Beschränkungen und Auflagen, bin ich weiter Richtung Lörrach gefahren, was sich als perfekt herausgestellt hat, denn ich habe eine kleine „Klamm“ gefunden auf dem weg von Rheinfelden Richtung Feldberg

Nachdem ich hier eine kurze Pause gemacht habe, bin ich weiter Richtung Schluchsee gefahren und hatte das Glück das ich den Sonnenuntergang auf einer wenig befahrenen Straße erleben durfte, ich habe natürlich die Möglichkeit genutzt ein paar cool Bilder mit der Drohne und auch der Kamera zu machen:

Nachdem Sonnenuntergang war der Druck ein wenig raus und ich habe mich auf die Suche nach einem Schlafplatz gemacht, dadurch das ich nur eine Nacht „biwakieren“ wollte, habe ich mir spontan überlegt gehabt das ich dies möglichst Naturnah machen will, wie sich später herausgestellt hat war dies aber aufgrund der Schneehöhe nicht möglich, also musste ich mir einen Stellplatz „öffentlich“ suchen.

Der Schluchsee hatte sich hierzu als nächstes Ziel herauskristallisiert, nicht allzu weit entfernt aber bestimmt mit Stellplatz für Wohnmobile, soweit die Theorie, dort angekommen war der Stellplatz für Wohnmobile gesperrt…

Eine schöne Abendstimmung konnte ich dennoch am Schluchsee einfangen:

Der Schluchsee

Etwas ernüchtert von den schlechten Möglichkeiten einen Platz zum Schlafen zu finden, war ich kurz am Grübeln das Vorhaben im Camper zu Schlafen wieder zu canceln, aber ich glaube so ein Gedankengang gehört zu einem Abenteuer dazu, also machte ich mich auf den Weg Richtung Freiburg, dabei habe ich mir ein paar Podcasts reingezogen:

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Stellplatzsuche während Corona und im Winter

Ich hatte mir erhoff in Freiburg einen Stellplatz zu finden, aber die ganzen Autos hatten mir keine Chance gelassen in Ruhe Ausschau zu halten, also bin ich tatsächlich durch Freiburg durchgefahren und wieder auf die A5 Richtung Norden. Ich habe mir überlegt das ich nun zum Fotografieren des Sonnenaufgangs in den Pfälzerwald fahre, aber spontan nachdem ich das Navi bereits eingestellt hatte, doch von der Autobahn runter, dabei bin ich in Achern gelandet:

Hier habe ich das Glücklicherweise an einem Kreisel ein Camper Stellplatz Schild gefunden(welcher ja eigentlich in jeder größeren Stadt vorhanden sein müsste…)

Also habe ich dort den Marco Polo vorbereitet und die Standheizung volle Pulle aufgedreht sodass ich bei -8°C innen im Schlafbereich schätzungsweise 18°C hatte, im Schlafsack war das sehr gut auszuhalten.

Ich konnte leider nicht sofort Schlafen und habe mir noch überlegt was ich am nächsten Tag so machen könnte, da ich nur ein paar Fotos bisher gemacht hatte habe ich bei Instagram nach dem Umkreis gesucht und gesehen das ich sehr nah an Hornisgrinde und dem Mummelsee bin. Ruck Zuck war der Plan geschmiedet, Sonnenaufgang an Hornisgrinde. Einen Wecker habe ich mir nicht gestellt, weil zum einen der Sonnenaufgang derzeit erste um 8:30 Uhr ist und zum anderen war mir klar das ich sowieso sehr früh Wach sein werde.

Tag 2 – Fotografieren auf Hornisgrinde

Um 4:45 Uhr bin ich Wach geworden und habe mir einen Kaffee und einen Tee auf dem Gaskocher gemacht, für die Bialetti war ich zu Faul, also gab es einen griechischen Frappe, der auch als normaler Kaffee sehr gut schmeckt. Anschließend habe ich den Camper für die weiterfahrt klar gemacht, also Bett eingeklappt, Vorhänge auf usw.

Auf dem Weg zu Hornisgrinde und dem Mummelsee habe ich nochmal angehalten um die tolle Stimmung und den Schnee und die Sterne festzuhalten

Auf dem Parkplatz am Mummelsee angekommen, der Ausgangspunkt für die Kurze Wanderung auf den Gipfel ist, sind mindestens 8-10 weitere Fotografen und/oder Wanderer eingetroffen und zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel losmarschiert, ich habe aber vorab noch ein paar Bilder am Parkplatz unten gemacht, eines davon:

F 3,5 – 1/15 S – ISO 3200 aus der Hand

Die Wanderung hat mit komplettem Fotorucksack ca. 30 min gedauert, ich bin um kurz nach 7 Uhr losgelaufen sodass ich um ca. 7:45 Uhr oben war und im tiefem Schnee auf dem Plateau ein paar tolle Bilder machen konnte, inkl. dem Sonnenaufgang

Ein ganz besonderes Bild habe ich auch noch gefunden, einen Troll, dieser hat einen extra Platz verdient:

Der Troll

Auf dem Weg nach unten habe ich noch ein paar Stimmungsvolle Aufnahmen mit dem Schnee und der Sonne gemacht und bin dann in den vorgeheizten Camper eingestiegen, beim Bäcker in Sasbachwalden habe ich mir noch eine Laugenbrezel geholt und bin dann nach Hause gefahren.

Zurück war ich dann am 11.01.2021 gegen 12 Uhr

Fahrstrecke waren ca. 800km

Fazit

Es hat sich total gelohnt einfach Planlos in den Camper zu steigen und es einfach auf sich zukommen zu lassen wo man schläft, ob man was zu Essen findet oder auch nicht, so kann man trotz der andauernden Beschränkungen ein kurzes Abenteuer erleben 🙂

Wenn euch der Artikel gefällt würde ich mich über euer Feedback bedanken und sage bis Bald!

Karte zum Overnighter mit den prägnanten Punkten