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Vögel fotografieren im Winter in Hessen

Es ist Januar, es ist kalt und es schneit.

Ja, es schneit, denn das hat es schon lange nicht mehr so ausgiebig wie in diesem Jahr bei uns in Mittelhessen.

Die gefühlte durchschnittliche Temperatur bei uns im Winter liegt bei 10°C und Regen, nicht in diesem Jahr! Kurz nach Weihnachten 2020 hat es angefangen zu schneien, ich persönlich finde das sehr gut. Es hebt die Fotos, die bei einem solchen Wetter entstehen können, auf ein ganz anderes Level, wenn man den Schnee integriert.

Ich nutze diesen Monat um Vögel und wenn’s klappt auch Wildlife zu fotografieren. Allerdings gestaltet sich dies momentan sehr schwierig, da es meist ja nur von 8-17 Uhr hell ist und in dieser Zeit gibt es meist andere Dinge zu erledigen und das Wild ist zur Zeit auch eher genügsam…

Vögel in Hessen – Das Vorhaben mit der Nikon D850

Zugegeben, auch Vögel sind zur Zeit eher weniger zu sehen, weil die bestimmt auch keine Lust auf das Tauwetter haben… und wenn es auch noch den ganzen Tag regnet, so wie heute – wer kann es verdenken, dass man dann eher keine Lust hat auf Körnersuche zu gehen.

Wenn man etwas Geduld mitbringt und immer wieder raus geht, hat man aber trotzdem die Chance einige spannende Vögel (und Rehe) zu sehen. Ich gehe momentan täglich für 1-2 Stunden auf die Suche nach Tieren und bin mal mehr und mal weniger erfolgreich. Aber egal wie es ausgeht, es macht Riesenspaß sich an der frischen Luft zu bewegen.

Mit dabei habe ich mein neues Wildlife Objektiv, das Nikon 200-500 5.6 ED. Bisher bin ich wirklich sehr zufrieden, auch wenn ich bereits vorher wusste, dass die offene Blende von 5.6 bei schwierigen Lichtverhältnissen sehr viel ISO erfordern. Da ist es manchmal mit der Nikon D850 etwas schwierig ein rauschfreies Bild zu bekommen.

Aber wie sagt man so schön, lieber ein rauschendes Bild als kein Bild:-)

Nikon im Einsatz

Die heimischen Vögel  – die ich gefunden habe

Wie schon oben erwähnt habe ich den Januar genutzt und zeige euch nun mal die Ergebnisse von meinen Fotos aus dem winterlichen Wald in Mittelhessen.

Alle Vögel, die ich hier fotografiert habe, gibt es übrigens beim NABU als Steckbrief nachzulesen unter:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/portraets/index.html

Ich finde hier wurde echt super Arbeit geleistet, gerade wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Vogel ist und wissen möchte wie dieser heißt.

Beginnen möchte ich „ganz klassisch“ mit dem Rotkehlchen

Ich habe gemerkt das Rotkehlchen relativ entspannt sind was die Nähe zu Menschen anbelangt, so ist es relativ gut möglich Fotos zu machen:

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Auch im dichten Wald kann man sie finden, dazu muss man aber sehr gut schauen, wo man sie findet:

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Das Rotkehlchen fühlt sich in Wäldern, Parks und Gärten zu Hause. Auch offene Landschaften wie Felder bewohnen die Rotkehlchen, solange es Sträucher zum Brüten gibt.

Quelle: Nabu.de

Gefolgt von der Meise

Die Meisen drängen sich nicht gerade auf und sind nur teilweise gut abzulichten.

Kohlmeisen sind weit verbreitet. Sie leben an baum- und gehölzreichen Orten wie Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten.

Quelle:Nabu.de

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Einen Luckyshot habe ich auch noch gemacht, einen fliegende Meise:

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Die Schwanzmeise

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Der Kleiber

Hoch und runter klettert der blau-orange Kleiber den Baum, kein Wunder, dass er auch Spechtmeise genannt wurde. Abwärts schafft er es sogar kopfüber, was ihm kein anderer Vogel nachmachen kann. Der kleine Singvogel ist mit seiner Färbung unverwechselbar, man kann ihn überall da entdecken, wo einige ältere Laubbäume stehen. Hier zieht der Kleiber seinen Nachwuchs groß und verklebt zum Schutz der Jungvögel sogar den Eingang seiner Nisthöhle.

Quelle: Nabu.de

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Die Drossel

Wacholderdrosseln sind ungefähr so groß wie Amseln, aber kompakter und durch ihren gelben Schnabel, den grauen Kopf und durch ihre ockergelbe Brust gut von den anderen Drosselarten zu unterscheiden. Die Flügel sind dunkelbraun, und ihre Unterseite ist weiß mit dunklen, dreieckigen Flecken.

Quelle: Nabu.de

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Der Buchfink

Buchfinken sind mit die häufigsten Vögel Europas. Jeder von uns ist ihnen in Parks, Wäldern, Gärten und an jeglichen anderen Orten mit Baumbestand schon einmal begegnet oder hat ihrem Gesang gelauscht. Wer die Gesangsstruktur einmal verinnerlicht hat, wird Buchfinken jederzeit wiedererkennen. Sie sind das ganze Jahr bei uns und oft gesehene Gäste am Futterhäuschen.

Quelle: Nabu.de

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Die Amsel

Die Amsel ist einer unserer bekanntesten Vögel. Das typische Konzert gehört zum lauen Sommerabend einfach dazu, wie auch ihr Warnruf, wenn sich eine Katze anschleicht. Nachdem sie ihre Scheu vorm Menschen überwunden hat, ist die Amsel heute aus unseren Gärten, Parks und Städten nicht mehr wegzudenken.

Quelle: Nabu.de

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Der Girlitz

Hier habe ich beim Sehen zunächst gedacht, dass ein Singvogel aus einem Käfig abgehauen ist, aber offensichtlich ist der Girlitz inzwischen hier heimisch

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„Exotische“ Vögel

Ich habe auch einige, zumindest meiner Auffassung nach, seltene oder zumindest nicht alltägliche Vögel für unsere Gegend gefunden, unter anderem Kormorane und Silberreiher.

Der Kormoran

Kormorane sind sehr ängstlich und haben sofort Alarm geschlagen, als ich zu sehen war, aber ich habe trotzdem ein paar ansehnliche Fotos bekommen.

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Fliegender Kormoran

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Nilgänse

Nilgänse sind für mich auch neu in Hessen, aber scheinbar inzwischen oftmals zu finden. Hier einmal auf einem Gemüseacker und einmal an einem See

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Hier noch ein Foto von Nilgänsen im Flug

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Silberreiher

Silberreiher sind glaube ich eher selten zu finden und nur Durchzugvögel(Quelle Nabu.de):

Früher war der Silberreiher eine Ausnahmeerscheinung in Deutschland. Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Zahl der Beobachtungen deutlich zu. So ist er mittlerweile ein regelmäßger Wintergast und Durchzügler und sogar ein seltener Brutvogel hierzulande. Dieser große und schlanke Reiher ähnelt mit seinem komplett weißen Gefieder am ehesten dem Seidenreiher, der aber deutlich kleiner ist und sich auch durch seine langen Schmuckfedern im Nacken vom Silberreiher unterscheidet.

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Sind im übrigen sehr majestätische Tiere, wenn sie mit Ihren großen Flügeln schwingen

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Fazit

Es macht total Spaß sich in der Natur zu bewegen und bewusst auf die Tiere und Vögel zu achten. Zum Objektiv werde ich in einem gesonderten Post etwas Schreiben sobald ich hierzu mehr sagen kann, als dass es Spaß macht das Objektiv zu benutzen.

Ich hoffe, dass euch der diesmal etwas ausgiebigere Artikel gefällt und würde mich über ein Feedback und Kommentare freuen.

Bis bald und bleibt Gesund.